Die Samatha Meditation

Das Ziel der Samatha-Meditation ist es, ein Objekt künstlich „festzulegen“. Das passiert dann, wenn man seine Aufmerksamkeit nicht auf die Herkunft legen, sondern eher auf einen späteren Teil des so genannten Erkennungsprozesses. Es ist eine mehr geistig zusammengesetzte Berührungsempfindung des Atems. Wenn du die Samatha Meditation das erste Mal anwendest, kann es sein, dass sie dir nicht sofort gelingt. Gebe dir selbst genug Zeit zum üben beim meditieren lernen, und sei immer schön geduldig. Es wird immer besser funktionieren, je mehr Erfahrungen du auf dem Gebiet dieser Meditation gesammelt hast.

Vorbereitung

Bei dieser Übung geht es um Konzentration deines Bewusstseins. Daher sollte man nur meditieren, wenn man sich wach und ausgeruht fühlt. Hier machen vorallem Meditationsanfänger viele Fehler. Deshalb wende diese Übung beim meditieren lernen sehr bewusst und genau an. Zudem sollte man eine ruhige Umgebung auswählen, wo man ungestört sich mindestens 45 Minuten konzentrieren kann. Bei dieser Übung ist es wichtig, sich eine Tageszeit zu wählen, an der man besonders leistungsstark ist. Daher ist es weniger sinnvoll die Konzentrationsübung nach einem stressigen Tag durchzuführen.

Die Meditation sollte in einer entspannter Körperhaltung ausgeübt werden. Sie sollte so gewählt werden, dass man es schafft ohne Schmerzen 45 Minuten so zu verharren. Treten während der Samatha-Meditation Schmerzen oder Unbequemlichkeit auf, dann heißt das nicht gleich, sie anders hinsetzen, legen oder stellen. Erst einmal abwarten, wie sich das Gefühl weiter eintwickelt.

Samatha-Meditation Anleitung

Setze oder lege dich hin. Suche dir eine Position, die du lange durchhalten kannst. Schließe dann die Augen und beginne mit einem festen Entschluss dich zu entspannen. Konzentriere dich auf deine Atmung. Spüre wie sich der Brustkorb hebt und senkt. Lenke deine gesamte Konzentration darauf. Du beschäftigst dich nur mit der Atmung. Du merkst jedes ein und ausatmen.

Um dich noch tiefer darauf zu fokussieren, wiederhole im Geiste das Wort „Atemempfindung“. Es ist so als seist du ein Musiker, der im Geiste den Takt mit zählt. Wenn du lieber deinen Atem zählen möchtest, ist das auch in Ordnung. Wichtig ist, dass der Fokus dabei auf der Atmung bleibt.

Sollten sich nun Gedanken einschleichen oder du das Gefühl haben, dass deine Konzentration auf die Atmung nachlässt, dann richte die Aufmerksamkeit neu aus. Atme kräftig ein und aus und suche wieder deinen Punkt im Bereich des Brustkorbes. Spüre wieder, wie er sich hebt und senkt bei jedem Atemzug. Versuche alles um dich herum zu ignorieren. Nur dein Atem spielt jetzt noch eine Rolle.

Sollten Störungen auftreten, dann versuche diese zu ignorieren. Besonders bei dieser Konzentrationsmeditation ist es nicht immer leicht, alle Gedanken und geistigen Bilder von sich zu schieben. Es ist wichtig, nicht in eine leichte Trance abzurutschen, sondern sich weiter auf die Atmung zu konzentrieren. Versuche alle Bilder, Gefühle, Emotionen oder andere Dinge, die passieren, einfach wegzuschieben. Wenn du müde wirst, dann beende lieber die Übung. Sie bringt mehr, wenn man diese in einem fitten Zustand ausführt.

Wenn du merkst, dass du mit dem Fokussieren abgelenkt wirst, dann werde nicht nervös. Entspanne dich wieder und richte erneut deine Konzentration aus. Am Anfang wird es dir schwer fallen, lange den Fokus auf deine Atmung zu halten, doch mit ein wenig Übung, wird das immer besser. Fasse einen aktiven Entschluss und du wirst sehen, es gelingt dir wieder, deinen Aufmerksamkeit auf die Atmung zu lenken.

Sollten sich Zweifel in dir aufkommen, dann lasse diese durch Vertrauen wieder verschwinden. Bei Nichtbeachtung geht jede Unruhe wieder verloren und du kannst dich wieder voll und ganz deiner Atmung widmen.

Hast du schon ein paar Minuten oder sogar schon eine Viertelstunde geschafft, dann wirst du spüren, wie gut du dich fühlst. Spürst du schon die Glücksmomente in dir? Es ist ein kleiner Erfolg, den du geschafft hast. Du hast bereits die erste Vorstufe des Jhana geschafft. Weiter so. Übe regelmäßig und du wirst von mal zu mal besser. Öffne einfach wieder die Augen, wenn du für heute genug geübt hast. Auch nur ein paar Minuten reichen schon, um dein Bewusstsein zu schärfen.